Biokraftstoffe Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V.

 

Klimaschutz

Treibhausgaseinsparungen im Verkehrssektor

Ein steigender Energieverbrauch im Verkehrssektor und fehlende substanzielle Marktanteile alternativer Antriebe (Elektromobilität, Wasserstoff- und Brennstoffzellenfahrzeuge) führen aktuell zu einem Anstieg der verkehrsbedingten THG-Emissionen in Deutschland. Biokraftstoffe bieten hier die zurzeit wichtigste Lösung und leisten mit einem Anteil von über 7,7 Mio. t CO2Äq oder kanpp 90 % den Hauptteil der THG-Einsparung im Verkehrssektor.

Im Vergleich zu allen anderen erneuerbaren Energieträgern sind in die Rahmenbedingungen für den Absatz von Biokraftstoffen bereits verpflichtende Anforderungen zur THG-Einsparung eingeflossen. Nahezu allen in Deutschland, aber auch in der EU abgesetzten Biokraftstoffen ist gemein, dass sie besondere Anforderungen in Bezug auf ihre nachhaltige Erzeugung erfüllen müssen. Über die Nachhaltigkeitsverordnung (BioKraft-NachV) sind Kriterien definiert, die sicherstellen, dass beim Biomasseanbau für Biokraftstoffe weltweit keine wertvollen Lebensräume für seltene Pflanzen und Tiere sowie Flächen mit hoher Kohlenstoffbindung – wie Moore oder Regenwälder – verloren gehen. Nach EU-Kraftstoffqualitätsrichtlinie (Änderungsrichtlinie 2015/1513/EU) müssen Biokraftstoffe über die gesamte Wertschöpfungskette mindestens 50 Prozent Treibhausgase gegenüber fossilen Kraftstoffen einsparen. Anlagen, die nach dem 5. Oktober 2015 den Betrieb aufgenommen haben, müssen THG-Emissionen um 60 % reduzieren.

Reduktion von Treibhausgas-Emissionen durch die Nutzung erneuerbarer Energien
Reduktion von Treibhausgas-Emissionen durch die Nutzung erneuerbarer Energien

Im Vergleich zu allen anderen erneuerbaren Energieträgern sind in die Rahmenbedingungen für den Absatz von Biokraftstoffen bereits verpflichtende Anforderungen zur THG-Einsparung eingeflossen. Nahezu allen in Deutschland, aber auch in der EU abgesetzten Biokraftstoffen ist gemein, dass sie besondere Anforderungen in Bezug auf ihre nachhaltige Erzeugung erfüllen müssen. Über die Nachhaltigkeitsverordnung (BioKraft-NachV) sind Kriterien definiert, die sicherstellen, dass beim Biomasseanbau für Biokraftstoffe weltweit keine wertvollen Lebensräume für seltene Pflanzen und Tiere sowie Flächen mit hoher Kohlenstoffbindung – wie Moore oder Regenwälder – verloren gehen. Nach EU-Kraftstoffqualitätsrichtlinie (Änderungsrichtlinie 2015/1513/EU) müssen Biokraftstoffe über die gesamte Wertschöpfungskette mindestens 35 Prozent Treibhausgase gegenüber fossilen Kraftstoffen einsparen. Diese Vorgaben erhöhen sich ab 2018 auf 50%. Anlagen, die nach dem 5. Oktober 2015 den Betrieb aufgenommen haben, müssen THG-Emissionen um 60 % reduzieren.

Für den Biokraftstoffabsatz im Rahmen der Biokraftstoffquote ist seit dem 1. Januar 2016 die THG-Vermeidung die Bezugsgröße. Mit der Novelle des Bundesemissionsschutzgesetzes (BImSchG) wurde die bisherige energetische Biokraftstoffquote auf eine THG-Minderungs-Quote umgestellt. Ziel ist, Biokraftstoffe mit dem höchsten THG-Vermeidungspotenzial zu fördern und verstärkt in den Markt zu bringen. Durch die Nutzung vor allem von Biokraftstoffen sollen nach BImSchG § 37a die THG-Emissionen im gesamten Verkehrssektor bis 2020 um 6% reduziert werden. 

Treibhausgas-Einsparung von Biokraftstoffen
In Deutschland abgesetzte Biokraftstoffe vermeiden deutlich mehr Treibhausgase gegenüber fossilen Kraftstoffen als gesetzlich vorgeschrieben - im Durchschnitt über 80 Prozent.
Basisdaten Nachwachsende Rohstoffe
European Technology and Innovation Platform Bioenergy – Support of Renewable Fuels and Advanced Bioenergy Stakeholders 2
ADVANCEFUEL: Unterstützung der Markteinführung fortschrittlicher flüssiger Biokraftstoffe und anderer flüssiger erneuerbarer Kraftstoffe im Verkehrssektor bis 2030 und darüber
IEA - Technology Collaboration Programme Advanced Motor Fuels
Diese Internetseite verwendet Cookies, um die Nutzererfahrung zu verbessern und den Benutzern bestimmte Dienste und Funktionen bereitzustellen. Details
Cookies erlauben