Biokraftstoffe Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V.

 

Umweltaspekte Biomethan als Kraftstoff

Ein wesentlicher Vorteil von Biomethan gegenüber Diesel und Ottokraftstoff ist die Reduktion von Schadstoffemissionen. Durch die Nutzung von Biomethan in Bussen und kommunalen Fuhrparks lassen sich verkehrsbedingte Ruß- und Partikelemissionen in unseren Innenstädten deutlich reduzieren.

In Abhängigkeit vom eingesetzten Rohstoff variieren die THG-Emissionen für Biomethan. Positiv wirkt sich der Einsatz von Abfällen und Reststoffen aus, da nur Emissionen aus Transport und Verarbeitung in die Bilanzierung einfließen. Insgesamt sind THG-Einsparungen von 60 bis 80% möglich. Damit kann, auch unter Berücksichtigung verschiedener Substratmischungen, der Zielwert für 2017 von 50% THG-Einsparung erreicht werden. Für Erdgas-Biomethan-Mischungen (80:20) beträgt die THG-Einsparung immerhin noch 30% gegenüber Otto- oder Dieselkraftstoffen.

Derzeit enthält die Biokraftstoff-Nachhaltigkeitsverordnung noch keinen Standardwert für die THG-Einsparung von Biomethan aus Energiepflanzen, sodass in diesem Fall eine eigene Berechnung nach der vorgegebenen Methodik durchgeführt werden muss. Die Europäische Kommission hat aber bereits eine entsprechende Ergänzung der Standardwerte-Liste angekündigt. 

Aus Abfall- und Reststoffen produzierte Biomethanmengen können seit 2011 doppelt auf die Biokraftstoffquoten angerechnet werden. Aus diesem Grund stammt fast das gesamte im Verkehrssektor verwendete Biomethan aus Biogas auf der Basis von Reststoffen.

Basisdaten Nachwachsende Rohstoffe