Biokraftstoffe Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V.

 

Herstellung

Herstellung

Das durch Fermentation erzeugte Biogas enthält neben einem Methan-Gehalt von 50 - 75 % auch wesentliche Anteile an Kohlendioxid. Hinzu kommen geringe Mengen von Schwefelwasserstoff und weitere Spurengasen.

Als Kraftstoff nutzbar ist aber nur das Methan (CH4), das chemisch betrachtet mit Erdgas identisch ist. Die Abtrennung des Methans von den restlichen Biogas-Bestandteilen ist deshalb entscheidend.

Derzeit werden in Deutschland fünf verschiedene Aufbereitungsverfahren in der Praxis angewendet. Dazu gehören die Druckwechseladsorption (engl. PSA – Pressure Swing Adsorption), die Druckwasserwäsche (DWW), physikalische und chemische Wäschen (z. B. Aminwäsche) und das Membrantrennverfahren.

Mit diesen Verfahren lässt sich der Methangehalt im Biogas auf bis zu 98 % erhöhen. Die Höhe des Methangehaltes richtet sich nach der jeweiligen Methankonzentration im Gasnetz am Ort der Einspeisung. Die Konzentrationsgrade reichen von 80 % (sogenanntes L-Gas aus Niedersachsen, Holland und der Nordsee) bis zu 98 % (H-Gas aus Russland).

Im Rahmen eines von FNR/BMELV geförderten Projektes wurde die Veröffentlichtung "Leitfaden Biogasaufbereitung und -Einspeisung" erarbeitet. Im Leitfaden werden genannte Verfahren diskutiert und ihre Realisierung im Hinblick auf technische, rechtliche und wirtschaftliche Voraussetzungen untersucht. 

Eine alternative Möglichkeit zur Gewinnung von Methan, die in Zukunft an Bedeutung gewinnen dürfte, ist die so genannte SNG-Route. SNG steht für Synthetic Natural Gas. Gemeint ist damit aus Synthesegas gewonnenes Methan, wobei das Synthesegas wiederum aus der Vergasung von Biomasse stammt. Bei der Biomassevergasung für SNG handelt es sich um den gleichen Prozess wie bei der 1. Stufe der BtL-Herstellung, Synthesegas aus Biomasse kann also für die BtL- oder für die SNG-Route verwendet werden.

Basisdaten Nachwachsende Rohstoffe