Biokraftstoffe Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V.

 

Eigenschaft und Qualität

Gasförmige Energieträger sind bedeutend schwieriger zu lagern und zu transportieren als flüssige Kraftstoffe. Sie benötigen aufgrund ihrer deutlich geringeren Energiedichte mehr Raum zur Speicherung. In Erdgasfahrzeugen muss Biomethan oder Erdgas in speziellen Tanks bei einem Druck von 200 bar gespeichert werden und auch für Zapfsäulen gelten entsprechnde Anforderungen.

Diesen grundsätzlichen Nachteilen stehen jedoch positive Verbrennungseigenschaften gegenüber. So kann der Ausstoß von Schadstoffen wie zum Beispiel von Stickoxiden und reaktiven Kohlenwasserstoffen gegenüber Otto- und Diesel-Kraftstoffen um bis zu 80 Prozent gesenkt werden. Biomethan trägt außerdem zum Klimaschutz bei, da ein Großteil des in der Verbrennung freiwerdenden CO2 vorher durch die Grünpflanzen in der Entstehungskette des Biogases gebunden wurde.

Es ist vorgeschrieben, Erdgas- und Biomethanpreise an Tankstellen massebezogen in kg auszuweisen. Der Energiegehalt von einem Kilogramm Methan entspricht in etwa dem von 1,5 Liter Benzin bzw. 1,3 Liter Diesel.

Für die Gewährleistung einer einheitlichen Qualität ist das Inverkehrbringen von Bioerdgas und Erdgas als Kraftstoff an die Einhaltung der Norm DIN 51624 gebunden. Unter dieser Voraussetzung sind Erdgas und Biomethan in jedem Verhältnis mischbar.

Neue Erdgasfahrzeuge sind meistens bivalent, also mit einem zusätzlichen Benzintank, ausgestattet, sodass es keine Einbußen bei der Reichweite oder Probleme mit fehlenden Gastankstellen gibt.

 

 

Basisdaten Nachwachsende Rohstoffe