Biokraftstoffe Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V.

 

Rohstoffe

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Der Ausgangsstoff für Biomethan ist Biogas, das in Deutschland hauptsächlich durch die Vergärung von Energiepflanzen, Gülle, Mist, aber auch aus organischen Abfällen aus Industrie und privaten Haushalten gewonnen wird.

Etwa die Hälfte der eingesetzten Substrate sind nachwachende Rohstoffe (48 %), gefolgt von tierischen Exkrementen mit 44%  und Bioabfall/ organischen Reststoffen mit 8 %. Unter den nachwachsenden Rohstoffen dominiert Mais mit 73 %. Da mit dem Biogasboom in einigen Regionen Deutschlands auch der Maisanbau kritische Ausmaße erreichte, hat die Bundesregierung reagiert und den Mais- und Getreideeinsatz in neuen Biogasanlagen ab 2012 auf max. 60 % beschränkt.

Das Bundeslandwirtschaftsministerium unterstützt die Suche nach nachhaltigen Mais-Alternativen in verschiedensten Projekten. Wissenschaftler prüfen dort neue Anbau- und Fruchtfolgesysteme sowie eine Vielzahl interessanter alter und neuer Energiepflanzen. In Züchtungsprojekten werden vielversprechende Kandidaten zudem züchterisch für ihre Aufgabe als Energielieferant fit gemacht.

Für die Erzeugung von Biomethan als Kraftstoff ist insbesondere die Nutzung von Abfällen und Reststoffen interessant. Geringe THG-Emissionen und die zusätzliche rechnerische Option, Biomethan aus Reststoffen doppelt auf die Biokraftstoffquote anzurechnen, sprechen für diese Rohstoffvariante.

Rohstoffertrag und Biogas- sowie Methanausbeute pro Jahr

Rohstoffertrag [t/ha]Biogasausbeute [m3/t]Methangehalt [%]Methanausbeute [m3/ha]Methanausbeute [kg/ha]
ca. 50*ca. 200*534.9453.560

* auf Basis von Silomais, mittleres Ertragsniveau, 12 % Lagerungsverluste; Dichte Biomethan: 0,72 kg/m³ (nach KTBL 2013)

Weitere Informationen zur Rohstoffen bzw. Substarten für die Biogasproduktion finden Sie unter http://biogas.fnr.de.

Basisdaten