Biokraftstoffe Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V.

 

Umwelt

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Nachhaltigkeit

Derzeit wird die Mobilität unserer Gesellschaft vor allem über fossiles Erdöl sichergestellt. BtL-Kraftstoffe müssen sich bezüglich ihrer Nachhaltigkeit insbesondere mit diesem fossilen Energieträger messen. Erdölvorkommen sind jedoch begrenzt. Die Experten sind sich auch einig, dass bei weltweit steigender Nachfrage billiges Erdöl knapper wird.

BtL-Kraftstoffe sind nachhaltig, denn:

  • sie können aus einer breiten Rohstoffpalette hergestellt werden,
  • sie stellen keine oder nur eine bedingte Konkurrenz zur Nahrungsmittelproduktion dar,
  • es treten insbesondere bei der Nutzung von Reststoffen keine oder nur geringe Probleme mit Landnutzungsänderungen und indirekten Landnutzungsänderungen (ILUC) auf,
  • bei Nutzung von direkt zur BtL-Produktion angebauter Biomasse z.B. in Kurzumtriebsplantagen (KUP) gibt es eine hohe Flächeneffizienz (4.000 l/ha)
  • ihre THG-Emissionen übertreffen die aktuellen THG-Einsparungen von 35% bereits so deutlich, dass auch zukünftige verschärfte Anforderungen (50% ab 2017, 60% ab 2018) erfüllt werden.

Der Begriff Nachhaltigkeit ist ganzheitlich und beinhaltet neben ökologischen, auch ökonomische und soziale Aspekte. Nachhaltigkeit im Bereich der Biomasse bedeutet, dass das „System Nachwachsende Rohstoffe“ die Möglichkeit zur natürlichen Regeneration haben muss, so dass auch künftige Generationen es in gleicher Weise nutzen können wie die heutige.
Andererseits kann ein unsachgemäßer Biomasseanbau auch selbst zum Nachhaltigkeitsproblem werden. Lösungsansätze wurden im Rahmen der Nachhaltigkeitsverordnung für Biokraftstoffe (BioKraft-NachV) erarbeitet.

Weitere Information zur Nachhaltigkeit von Biomasse finden sie hier.

Treibhausgasemissionen (THG)

Bei der Verbrennung von BtL-Kraftstoffen wird die Menge CO2 frei, welche die pflanzlichen Rohstoffe zuvor im Wachstum aus der Atmosphäre gebunden haben. Obwohl auch für die Herstellung und den Transport des BtL-Kraftstoffs Energie aufgewendet wird, werden große Mengen CO2 eingespart. BtL-Kraftstoffe können somit einen Beitrag zum Klimaschutz leisten.

BtL-Kraftstoffe sind daher im Energiesteuergesetz (EnergieStG) als förderungswürdige Kraftstoffe eingestuft und bis 2015 von der Energiesteuer befreit. 

Durch die Umstellung der Biokraftstoffquote auf eine Treibhausgas-(THG-) Quote ab 2015 können BtL-Kraftstoffe durch ihr THG-Minderungspotenzial besonders profitieren. Bei Herstellung aus Reststoffen ist sogar eine doppelte Anrechnung auf die THG-Quote möglich.

Rahmenbedingungen zu Biokraftstoffen sind unter www.bio-kraftstoffe.info/rahmenbedingungen  zusammengestellt.

Standard-THG-Emissionen für Biokraftstoffe
Standard-THG-Emissionen für Biokraftstoffe
Basisdaten